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Leutersdorf,
ein wunderschönes Dorf inmitten
des Oberlausitzer Berglandes
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Seit 01. Januar 1998 haben sich
die Orte Leutersdorf und Spitzkunnersdorf zu einer
Einheitsgemeinde namens Leutersdorf zusammengeschlossen.
Als Karasek im Jahre 1800 verhaftet wurde, brachte man ihn für einige Tage in den damaligen Sächsischen Gerichtskretscham von Oberleutersdorf und verhörte ihn dort. Heute befindet sich in diesem historischen interessanten Gebäude, die Gaststätte Oberkretscham, wo man auf originelle Art und Weise immer wieder an die einstige Karasekzeit erinnert wird. Karasek selbst kam anschließend nach Bautzen und wurde letztendlich zu lebenslanger Festungshaft verurteilt, die er dann bis zu seinem Tode im Jahre 1809 in Dresden verbüßte. Wer etwas mehr über Karasek erfahren möchte, sollte unbedingt dem Ringwanderweg folgen, den man unterhalb der Windkraftanlagen erreicht. Hier findet man auch eine Gaststätte namens Karasekschenke, die die hungrigen Wanderer zum Verzehr der Karasekplatte einlädt.
Der Ort liegt in einer reizvollen Landschaft, die durch drei basaltische Spitzberge gekennzeichnet ist (Oberoderwitz Spitzberg 510 m, von Spitzkunnersdorfer Spitzberg 471 m, Varnsdorfer Spitzberg 544 m). Der Spitzkunnersdorfer Spitzberg wird nicht nur als Großer Stein bezeichnet, sondern auch als Goethekopf wegen seines besonderen Gesteinsprofils. In den Monaten, in denen die Bäume kein Laub tragen, ist die Kopfform des großen deutschen Dichters Goethe ganz deutlich zu erkennen. Über den bekannten Hauptwanderweg, der mit dem blauen Strich gekennzeichnet ist oder den Wanderweg, auf den ein gelber Punkt hinweist, erreicht man auch in Leutersdorf die genannten Ausflugsziele. Der Hauptwanderweg beginnt in Zittau und führt über Oybin - Lückendorf - Hochwald - Jonsdorf - Weberberg - Großschönau - Hutberg in die bekannte Karasekhöhle.
Hier hofft mancher noch einen
Teil des Schatzes von Karasek zu finden. Der Skiverein von Spitzkunnersdorf hat
sich in der Nähe der Karasekhöhle ideale Sportbedingungen geschaffen und eine
eigene Sprungschanze gebaut. Im Sommer wird auf Matten gesprungen und die bekannte Dreischanzentournee durchgeführt, allerdings sind es hier die Orte Sohland, Kottmarsdorf und Spitzkunnersdorf, die um den begehrten Oberlausitz Pokal kämpfen. Zurück auf den Wanderweg führt der Weg an der Gaststätte Jägerstube vorbei, die stets einen schmackhaften Wildbraten anbietet. Weiter geht es nun in Richtung Goethekopf. Wendet man noch einmal den Blick, so schaut man auf die Kirche, den Forsten und das Zittauer Gebirge. Beim Großen Stein angekommen geht es nun wieder abwärts auf einen Wiesenpfad zur bekannten Emmabank, auf der es sich gut verweilen lässt. Dabei fällt das Augenmerk auf das Dörfel, dem traditionell katholischen Ortsteil Leutersdorfs im Nordwesten und auf die Wache mit den markanten Windkraftanlagen.
Hinter diesem befindet sich seit 1995 eine Sommerrodelbahn, von der Alt und Jung begeistert sind. Die höchste Stelle in Leutersdorf ist der Wacheberg mit einer Höhe von 452 m. Hier befinden sich sechs Windkraftanlagen, die jährlich ca. 6,75 Mio kWh Strom erzeugen. Der Wacheberg bietet auch einen sehr schönen Fernblick. Fast im Norden dominiert der Kottmar (583 m), im Nordosten erkennt man bei guter Sicht die Landeskrone (420 m) bei Görlitz. Den Blick nun langsam ostwärts schwenkend, hat man die Eibauer Kirche und rechts dahinter sogleich den Beckenberg (408 m) mit Gasthaus und Heimatmuseum. Im Süden liegt das Zittauer Gebirge mit dem höchsten Berg in der Oberlausitz, der Lausche mit 793 m und südöstlich findet man das Iser- und Riesengebirge. Leutersdorf ist Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen und stets eine Reise wert. |